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…oder auch der Besuch von Caro und Robert bei mir hier im Herzen Frankreichs.
Nach einer kleinen Suchaktion am Montag (”Wo seid ihr denn? Ich find euch nicht?….”Ach ihr seid am Hintereingang vom Bahnhof!!Und nicht vorne wie alle andern
), gab’s eine große Umarmungszeremonie mit filmreifem Aufeinanderzurennen im Bahnhof (nich wahr, Caro?!?).
Robert ruhte sich währenddessen auf ner “Hundehaufenwiese” von der durchgemachten Nacht in Paris aus - netter Anblick. Nach dem Aufwachschock hat er mich einige Sek später doch noch erkannt.
Es folgten schöne Tage in Clermont, seiner Altstadt und vielen kleinen Cafés und Bars - von Sonne bis zu einem reinen Gewittertag war auch alles vertreten. Vorgestern war der Wettergott auf unserer Seite und wir sind auf unsern “Hausvulkan” gefahren. Herrlicher Ausblick und das Gefühl von endloser - und grüner - Weite…ach wie schön.
Naja, nur Caro hatte ein paar Ausrutschprobleme mit ihren Schuhen (Tschuldigung, sonst werd ich gekillt: CHUCKS!) und daher ganz schnell den Spitznamen “Rapurzel” weg. Manche Sachen ändern sich halt nie - schön zu wissen
Gestern noch ein kleiner Ausflug nach Vichy (ganz viel Wasser verkostet/ Feststellung: die Lucas-Quelle schmeckt nicht), heut noch ein letzter Stadtbummel, morgen nach Lyon und Montag gibt’s dann wieder ne Abschiedsszene - aber meine letzte Woche beginnt dann und somit auch mein “Au revoir” an diese Stadt, die inzwischen mein 2. Zuhause ist.
Aber es folgt noch ne Berichterstattung meiner Abschiedsparty, die genaue Ankunftszeit und das, was noch erwähnenswert wird. Ich denk an euch daheim! Bisous
So, meine Zeit hier in Frankreich geht allmählich aber sicher dem Ende zu. Noch gute 2,5 Wochen werde ich hier weilen, danach hat mich dann Deutschland wieder.
Was noch ansteht? Nun, der Besuch von Robert und Caro nächste Woche, hoffentlich noch ein Trip an den Atlantik, die letzten Arbeitstage und eine - hoffentlich gute- Abschiedsparty. Was den Unikram angeht, so verrat ich noch nix. Ausser, dass ich sowohl Zu- als auch Absagen hab, im grossen schon weiss wo es für mich hingeht (nicht Potsdam), vorher aber noch die Antworten aus Berlin abwarte.
Hier hat sich nix grosses getan, ich war noch ein Wochenende in Paris, danach noch einige Tage in Aix-en-Provence (sehr schön übrigens) und in Marseille (da isses ja wirklich ziemlich dreckig- hattest recht Andrea).
Soweit im Moment, ein Bericht vom Besuch der Potsdamer und ei Rückflugdaten (wahrscheinlich 10.September) folgen dann noch. Nun denn, der Endspurt läuft!
…und der nächste folgt so gleich - oder zumindest fast. Die Rede ist von meinem - langerwarteten und verdienten - Urlaub. Und zwar war die vergangene Woche für mich eine spannende Mischung aus, nun ja, ziemlich vielen Sachen.
Zu erwähnen sei vielleicht noch, wer die andern Protagonisten waren/sind: 3 Deutsche, besser gesagt, aus Dresden. Da wären die Franzi - auf Urlaub in Frankreich; die Susi - auf Praktikum und Kurzurlaub da und der Arno, seit einem Jahr Zivi in Villefranche und bald schon wieder zu Haus. An der Stelle auch liebe Grüße an euch drei!
Zunächst gab’s einen Tag Zugfahrt, dann einen Tag Bordeaux, dann der Weg in die Pyrenäen, mit einem Auto das älter als wir ist (Erstzulassung 1981). Dort ordentlich campen gewesen in Saint Jean Pied de Port (letzte frz. Stadt auf dem Jakobsweg). Demzufolge waren wir natürlich auch wandern, eben auch ein klein wenig auf besagtem Pilgerweg. Dabei hab ich sogar das 1.Mal seit Februar wieder Frankreich verlassen - wenn auch nur für einige Stunden, aber wir waren auf spanischem Boden. Die nächsten Tage gab’s noch ne geile Wildwasser-Kanutour, ne Einladung von nem 6-jährigen zum Spielen und ein wenig Farbe auf der Nasenspitze.
Weiter gings nach Bayonne (fast am Atlantik) wo’s ein Riesenstadtfest gab (5 Tage, mit Stierkämpfen - haben wir aber nicht gesehen -, Menschen, Partys und Alk überall). Sonntagnacht haben wir also feuchtfröhlich im Regen getanzt, mit dem baskischen Halstuch (obligatorisch!) irgendwelche typischen Freudentänze inkl. Hin-und Herwedeln veranstaltet und das schöne Feuerwerk bewundert. Am nächsten Morgen gings dann 9 h (!) zurück und das war auch schon der Urlaub. Aber Fortsetzung folgt!
Morgen kommt meine Mutti nochmal nach Frankreich und dabei steht ein WE in Paris auf dem Programm, sowie nächste Woche noch ein paar Tage am Mittelmeer. Außerdem ist Anu wieder eine Woche in Clermont. Langweilig wirds wirklich nicht….liebe Grüße!
zumindest was meine Zeit und Lust in Sachen Schreiben angeht. Zur Info kann ich ja kurz von den letzten 3 Wochen berichten:
Also, Anfang Juli bin ich nach Paris auf das Festival ”Solidays” gefahren, wo ich ganz spontan noch als Freiwillige arbeiten konnte. Die Kaiser Chief’s, Lauryn Hill und natürlich viele frz. Künsteler waren auch da. Recht cool. Und ich hab das erste Mal überhaupt einen Bungee-Sprung gewagt!!! Prädikat: seeehr geil. Oben angekommen hab ich viel lieber die Aussicht über Paris genossen als daran gedacht, dass ich gleich 50 m in die Tiefe springe. Aber auf einmal sind wir dann halt doch “gehopst”. Und eh das Adrenalin dann auch in den Fingerspitzen angekommen war, waren wir schon wieder zurück auf dem Boden.
Die Woche drauf halt gearbeitet und nur kleine Dinge wie nen Kinobesuch, Open-Air-Konzert oder nen netten Abend mit Kollegen verbracht. Vergangenes WE dann sowohl in Cournon als auch in Clermont die jeweiligen Feuerwerke zum Nationalfeiertag bewundert und ansonsten baden gewesen. Joa, und bis heute früh war auch Anu auf nen kurzen Besuch in Clermont. Und wir haben ordentlich das Wiedersehen gefeiert und begossen
Nun denn, wenn alles klappt, fahr ich nächste Woche nach Marseille ans Mittelmeer und werde schauen wie weit ich dann noch an der Küste entlang reisen werde. Deswegen wird’s auch mind. 2 Wochen keine Berichterstattung geben. Nun denn, ich wünsch euch schöne erholsame Sommertage und natürlich ganz liebe Grüße aus Frankreisch (in dem ich nur noch 7 Wochen verweilen werde - die Zeit vergeht echt rasend schnell!) Bisous
…genau den hatte ich vergangenes Wochenende. Und ja, da dürft ihr neidisch sein!
Hab nämlich Montag undDienstag noch schnell, schnell meine Zeitung fertig gemacht, samt Genehmigung vom Rathaus abwarten, knapp 200 Exemplare selber drucken und falten. Am Mittwoch dann verteilt und bin dabei auch noch gleich dem Bürgermeister vorgestellt worden.
Nun denn, Grund genug um sich mal zu erholen. Also bin ich zu Theresa in den Süden des Landes gefahren. Nachdem zwar erst die Eisenbahner in Toulouse gestreikt hatten und ich 2 Std. in nem kleinen Dorf festsass (mit sage und schreibe einer Kirche!), konnte mich Theresa dann auch noch mit nem Auto abholen…und was für eines! Ein Renault 4, der in Frankreich vergeleichbar mit nem Trabi in Deutschland ist. Aber solange er läuft…und ausserdem war’s ein Erlebnis.
Damit ging’s vom Bahnhof gleich in’s Schwimmbad, von da nach Rodez, wo wir bei nem anderen EFD’ler genächtigt haben. Am nächsten Tag - mädchentypisch - shoppen und schön essen gewesen, nachmittags noch eines der schönsten Dörfer Frankreichs besichtigt (sowas wird hier als Titel verliehen!) und abends noch beim Essen bei Bekannten gewesen. Das wiederum entpuppte sich dann als Geburtstagspartyund der Champagner floss munter in unsere Münder
Ausserdem hab ich da gelernt, wie man aus Sektverschlüssen kleine Stühle bastelt. Was man halt so braucht im Leben.
Dann auch nochmal Toulouse besichtigt, was aber sehr überlaufen und hektisch war. Da hat’s mir im März - trotz Regen - besser gefallen. Abends noch bei nem kleinen Film- und Musikspektakel gewesen, bei dem auch Fotos ausgestellt wurden. Und wir schauen sie uns ein wenig genauer an und entdecken, dass eines in Berlin aufgenommen wurde. Und daneben noch ein Foto- diesmal mit einem Motiv aus Potsdam! Da stehen Theresa (aus Berlin) und ich (aus welcher Stadt wohl?) nebeneinander in Frankreich und sehen vor uns Fotos aus unseren Heimatstädten - auch nebeneinander. Zufälle gibt’s.
Auf jeden Fall war es ein schöner Kurzurlaub. Und da ich ja keinen neidisch machen will, sag ich auch nicht, dass wir auf nem Schloss geschlafen haben :-)
So, und jetzt seid ihr dran! Was gibt’s Neues bei euch, in Potsdam oder wo auch immer ihr grade seid, den Bewerbungen und - das Wichtigste - eure Urlaubspläne? GROS BISOUS quer durch Frankreich zu euch
Darunter kann man sicher einiges verstehen, ist ja auch ein wenig passiert.
Ich fang mal an mit dem Berichten. Vergangenes Wochenende wollten Theresa (auch ne dt. Freiwillige) und ich eigentlich nach Lyon fahren. Am Freitag kam sie also hier in Clermont an, wir sind mit ihrem Freund Christophe und noch andern Leutchen was Trinken gegangen. Und wie der Zufall so will, erzählt Christophe, dass er das WE über in die Nähe von Tours fährt um da eine alljährliche Kanutour mit Freunden zu machen. Wir uns also noch schnell mit reingehängt und am nächsten Morgen losgefahren.
Den ganzen Nachmittag über auf der Loire gepaddelt, aber mit ausgiebigen Pausen auf kleinen Inseln und kleinen “Getränken zur Erfrischung”. Abends dann irgendwann unsere Zelte aufgeschlagen, noch am Strand gegrillt und bis in die frühen Morgenstunden unterm Sternenhimmel getanzt bzw. am Lagerfeuer gesessen.
Am nächsten Tag gab’s leider non-stop Regen, aber wir sind trotzdem noch klitschnass einige Stunden im Kanu unterwegs gewesen und nach einer langen Autofahrt gegen Mitternacht wieder in Clermont angekommen. Soviel dazu.
Ausserdem musste ich diese Woche vorerst von Myrto Abschied nehmen, die am Donnerstag wieder nach Griechenland zurückgekehrt ist. Das war echt traurig. Immerhin haben wir über 4 Monate nicht nur eine Wohnung geteilt, sondern auch viel zusammen unternommen. Irgendwie ist sie meine große Schwester geworden, die ich vorher nie hatte. Und nun sitzt sie zu Hause, in der Nähe von Korinth, um dort fuer ihre letzten 2 Uniprüfungen zu büffeln.
Erfreulicher - auch am Donnerstag - war hingegen die “Fete de la musique”. Ganz Clermont war auf den Beinen, in jeder kleinen Ecke hatten sich Musiker postiert und einfach gespielt, von den großen Bühnen in der Stadt mal ganz zu schweigen. Von Rock, über Reggae, zarter Gitarrenmusik und einer Sambagruppe einegstimmt gings für mich gegen Mitternacht noch zur Fanfare von Christophe (hat aber nix mit nem Spielmannszug zu tun—nee, nee–schon so Musik zum geil lostanzen). Dann nochmal ordentlich getanzt und gegen 2 todmüde ins Bett gefallen.
Am Freitag gab’s bei mir auf Arbeit noch ne Aufführung der HA-Hilfe-Kiddies für ihre Eltern. Und gestern Abend ist Grit nach über ner Woche wieder vom Seminar zurückgekommen. Undsomit bin ich zumindest für ne Woche nicht mehr allein in der Wohnung. Und heut Abend geh ich zum Razorlight-Konzert. Und bis morgen früh muss ich noch die Zeitung, die ich mit den Kindern gemacht hab, fertig layouten. Und ich weiss gar nicht wie ich das alles schaffen soll. Und dafür musst ich grade ne Einladung zu ner Badetour absagen
Und im übrigen vergeht die Zeit hier so unwahrscheinlich schnell. Und ich will ja auch noch ein bissl was von Frankreich sehen (es lebe die Bahncard!).
Also, hiermit auch nochmal die Einladung an euch: wenn ihr mich besuchen kommen, Clermont kennen lernen, mal auf Vulkanen spazieren gehen oder mit mir herumreisen wollt - nutzt die Chance! Eine WG in Clermont hat immer ihre Türen für euch offen. Mindestens noch bis Anfang September. ![]()
Hey,
ich wollte mal schnell noch eine kurze Anekdote vom gestrigen Abend zum Besten geben. man muss dazu sagen, dass heute der letzte Tag vor Myrto’s Heimreise ist. Deswegen hat sie gestern noch Kaesebroetchen gebacken, die sie heut noch bei einem letzten gemeinsamen Essen mit den Arbeitskollegen anbieten wollte.
Nun denn, bei der ersten Runde Broetchen ist auch alles gut gegangen. Nachdem sie dann das 2. in den Ofen geschoben hat, ist aber irgendwie jeder in sein Zimmer gegangen und einigen Aufgaben nachgegangen. Naja, so vergingen ca. 2 Stunden und gegen 1 Uhr wollte ich dann noch mal ins bad um mir die Zaehne zu putzen. Ich mach also die Tuer auf und wunder mich ueber den Gasgeruch und die Rauchschwaden. Geh demzufolge also in die Kueche, die nur in Rauchschwaden gehuellt war.
Gott sei dank hat es aber kein Feuer gegeben. Unser Ofen hat ein bissl Sonnenbraeune bekommen, die Wohnung stinkt trotz aufgerissener Fenster noch einen Tag spaeter, aber es ist keinem was passiert.
Und mit den steinharten, schwarzen Broetchen kann man, laut, Myrto jetzt Boule spielen ;-)
Das war also der vorletzte Abend mit Myrto. Mal sehen was heut noch geschieht….
Salut allesamt,
es ist ne Menge passiert in den letzten 2 Wochen und da dacht ich mir doch, mal kurz darüber zu berichten. Also letzte Woche hatte ich ja mein 2. Seminar in Frankreich, genauer in der Bretagne. Kurzfassung: Nette und v.a. kleine Gruppe, 3 Leute kannt ich sogar schon, in einer Segelschule direkt am Strand gewohnt, viel über Förderung von Jugendprojekten durch die EU gelernt, aber auch nicht schlecht Party gemacht
Allerdings muss man sagen, dass es da oben im Norden doch mal öfter regnet als hier. Somit konnten wir den Strand nur zum Muschelsuchen nutzen. Und dann haben wir noch die bretonischen Spezialitäten getestet. Crepes rauf und runter…. mmmmmhh! Einmal haben wir uns auch in der Küche probiert und echten Hummer zubereitet. Dazu kauft man die Tiere lebendig, schmeisst sie dann in kochendes Wasser (ich weiss: Tierquälerei), nach 10 Minuten bricht man den Panzer auf, wäscht die Innereien aus und kann dann mühsam das zarte Fleisch rauspuhlen. Heidenarbeit, aber sehr lecker.
Gleich wirst du gekocht! Impression // Bretagne
Nach meiner Rückkehr lag Clermont wie unter einer Hitzeschicht begraben - wolkenbedeckter Himmel dazu. Nach 1 Tag der Qual dann endlich die erlösenden Sommergewitter mit gaaanz viel Regen. So wurde es ein nasses, aber erfrischendes WE.
Montag und Dienstag hab ich dann am Lycée (SEK 2) in Cournon in einigen Klassen den EFD und andere Möglichkeiten für’s Ausland vorgestellt. In Französisch natürlich. Und die Schüler waren echt begeistert. Zumal ich das Gefühl hatte, dass sie nie mit dem Gedanken vorher gespielt haben. Aber das ist typisch Frankreich. Nach dem Abi (nach 12 Jahren) geht eigentlich jeder sofort studieren - egal was. Und am 2. Tag kam doch tatsächlich ein Mädel an unsern Infostand und meinte, dass sie dank mir wirklich Lust bekommen hat, ins Ausland zu gehen. Bingo!
Seit Montag läuft in der “Maison de quartier” (Stadtteilzentrum mit Angeboten für die Jugendlichen), wo Myrto arbeitet, ein Festival mit Erzählungen und Geschichten für Gross und Klein. Hört sich kindisch an, ist es aber gar nicht. Teilweise nur Aufführungen für Erwachsene mit Musik, Tanz, Theater und durchaus Anspielungen, die sicher nix für Kinder sind. Neben der Eröffnung hab ich mir auch am Dienstag ein Stück angesehen. Danach sind wir noch in nem halb-illegalen Schuppen mit Schnapsleichen und ner supergeilen Band gelandet. Gegen halb 2 beschlossen Myrto und ich aber trotzdem nach Hause zu gehen, da wir mittwochs ab 9 Uhr arbeiten müssen. Nach ner halben Stunde Fussmarsch stehen wir bei uns also vor der Haustür und - kriegen sie trotz Schlüssel und ewig langem Versuchen nicht auf. Blockiert. Und wir - ausgesperrt trotz Schlüssel. Unser einziger Nachbar (der, der sonst immer die Technomucke bis zum Anschlag hört, so dass auch unsere Wände wackeln), liess sich natürlich nicht aus dem Schlaf klingeln.
3 Möglichkeiten standen zur Auswahl: entweder durchmachen, auf der Strasse pennen oder jmd. finden, der uns um die Zeit noch Unterschlupf gewährt. Schliesslich hat Aurelie (Kollegin von Myrto und Freundin des Hauses) Mitleid gehabt und wir konnten bei ihr auf dem Sofa schlafen. Zwar nur 4 Stunden, dann hiess es mit kleinen Augen zur Arbeit mit den Kindern gehen. Welch Freude.
Am gleichen Tag - allerdings ein wenig zuvor - kam mir der Gedanke, dass ich demnächst ja die Hülfte von meinem Aufenthalt schon hinter mir hab…nur das Datum wusst ich nicht. Ein Blick auf dem Kalender hat’s mir verraten: es war genau jener Dienstag! Über 100 Tage bin ich nun schon in Frankreich! Unglaublich!
So lautet das Motto für die nächste Woche. Von diesem Montag an habe ich nämlich mein Halbzeitseminar - ihr lest richtig, es ist schon Halbzeit. Mein Gott, die 3,5 Monate sind wirklich unwahrscheinlich schnell vergangen…
Nun gut, auf jeden Fall findet das ganze in der Bretagne statt. Deswegen werd ich mich dann morgen auf den Weg in den Norden begeben. Und da Zug fahren solch eine Freude ist, wird das ganze 10 Stunden dauern inkl. 2 umsteigen in Paris und nochmal in der Bretagne. Aber immerhin darf ich auch ein Stück mitm TGV fahren….HUI!
Ich wollt euch nur bescheid sagen, dass ich für ne Woche wahrscheinlich nicht über Mail oder den Blog zu erreichen bin. Ich bin gespannt wie die Woche mit den anderen Volontairen wird, mind. 2 kenn ich auf jeden Fall schon. Also bis die Tage dann… bisous ![]()
Letzten Samstag also habe ich meinen Geburtstag hier mit ein paar Leuten nachgefeiert. Nix Grosses war angedacht, nur ein paar Freunde die kommen und wir trinken was bei uns in der Wohnung und verbringen einen netten Abend. Obwohl 4 Leute nicht kommen konnten, waren wir im Endeffekt doch 11, die sich bei reichlich Alkohol gut amüsiert haben. Inklusive einer spontanen Kochaktion gegen 4 Uhr morgens (zu meiner Verteidigung: die 2 “Spontanköche” hatte allerdings Myrto eingeladen)
Erstaunlicherweise waren wir sogar insgesamt 4 Deutsche (Vicky, Theresa, Christian [seit 2 Wochen auch in Cournon] und ich), obwohl ich sonst fast nur mit französischen Landsleuten zu tun hab. Alles in allem ein netter Abend.
(Weil Andrea gefragt hatte: Als Geschenke gab’s ein frz. Kinderbuch, frz. Trashmusik (von wegen Niveau und so), Blumen, eine obligatorische Flasche Rotwein, dann noch einmal wirkliche frz. Literatur (A.Gavalda im Original) und gaanz viel Schokolade
)
Wie der Zufall so wollte, hat uns einer der ”Köche”, Didiet, dann zu seiner Abschiedsparty eingeladen, da er demnächst eine mehrmonatige Radtour durch Europa machen will.
Also gings gestern, trotz Erkältung und mangelnder Motivation, zur nächsten Party. Und ich muss euch sagen: man trifft wirklich überall Deutsche! Gestern u.a. 2 ERASMUS-Studenten. Super nett die beiden, allerdings nur noch ein paar Wochen hier. Dafür hab ich aber noch die Finnin Sanna kennen gelernt, die auch noch bis September in Clermont ist. Wenigstens eine noch…denn leider werden ja auch meine Mitbewohnerinnen im Juni wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Tja, ist halt ein Kommen und Gehen mit diesen ständig umherreisenden jungen Leuten….tststs…
Hier noch ein paar Bilder:
Bier gibt’s auch hier… Theresa & Steffi Smalltalk unter Freunden Aurélie und ich
Ein ganz grosses DANKESCHÖN für die vielen lieben Geburtstagsgruesse, die gestern bei mir angekommen sind. Teilweise aus der ganzen Welt, grösstenteil aus Deutschland und darunter sogar von einigen, bei denen der letzte Kontakt schon ein wenig zurückliegt…. da ist die Freude gleich noch grösser.
Danke für die Karten die gestern schon da waren (darunter auch eine aus Bukarest) und die, die erst verspätet losgeschickt wurden. Es tut gut, wenn man weiss, dass an einen gedacht wird - trotz Distanz. Und 20 wird man ja ausserdem auch nicht alle Tage! (Boah, ich werd doch jetzt nicht etwa alt….) Und natürlich ein Merci für den schönen Eintrag auf www.die-daheimgebliebenen.de.tt
Was ich so gemacht hab gestern? Ausgeschlafen, die ersten Mails und Anrufe empfangen, dann pflichtbewusst arbeiten gegangen. Da ich Treffen für die HA-Hilfe hatte, kam ich nix ahnend an und *tatatataa* da hatten meine Kolleginnen doch nen Kuchen für mich gebacken. Und ganz viel Schoki mitgebracht
(Ihr seht, mache Dinge ändern sich nie..)
Danach noch fleissig 2 Stunden mit der 7-jährigen Laurie lesen geübt. Abends mit Myrto und Anu zu ner Freundin gegangen, die uns eingeladen hatte, danach noch mit ein paar Leuten inne Shisha-Bar und gegen 2 Uhr dann noch zu uns, um noch ein letztes Bier des Tages in unserer Küche zu trinken.
Alles in allem ein seeehr angenehmer Tag. Und wer von euch noch mehr Lust auf Party hat, ist diesen Samstag ab 20 Uhr zu meiner kleinen Party eingeladen! Nummer 14 im Boulevard Gergovia, Clermont Ferrand, 2. Stock, Betten stehen zur Verfügung…
Ick umarm euch noch mal janz feste, wa!
…mich lange nicht gemeldet und deswegen gibt’s jetzt einen kurzen Rueckblick auf meine letzten 4 Wochen, damit ihr nicht denkt, ich möchte euch nicht an meinem Leben hier beteiligen
…in Toulouse gelernt, dass Deutsche auch sehr “latino” sein können (wie die Spanierin Alicia im Rueckblick auf unser Partyverhalten meinte).
…anschliessend ein paar Tage fuer das “Festival Jeune Public” in Cournon gearbeitet. Unzählige Theater-, Tanz- und Märchenauffuehrungen fuer kleine und grosse Kinder. Sehr interessant! Vor allem, da ich sowohl hinter den Kulissen mit den Kuenstlern und Technikern gearbeitet hab, als auch die Zuschauerseite zusammen mit den Kindern erlebt hab. Und das erste Mal innerhalb von 3 Tagen ca. 7 Auffuehrungen gesehen hab…Kulturschock!
…während der Osterferien wieder fleissig mit den Kiddies die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ausgetestet und das erste Mal einen ungezogenen Bengel richtig angeschrien. Der hat mich einfach zur Verzweiflung getrieben, da er partout nicht hören wollte. Anschliessend war ich verstörter als er.
… während der Schulferien aber auch Besuch gehabt. Und zwar waren meine Eltern hier. 4 Tage Clermont und anschliessend gemeinsam 4 Tage in Paris. Herrlich! Von 2 Regentagen hier, einer bösen Magenverstimmung und einem beschwerlichen Rueckflug fuer meine Eltern mal abgesehen. (Zur Erklärung: Plötzliche Streiks auf dem Flughafen Paris Orly fuehrten zur Annulierung der meisten Fluege und einer zusätzlichen Nacht auf dem Aeroport.)
…am Wochenende danach schon wieder Gäste gehabt. Vielmehr war es Myrto, die 2 andere Freiwillige (Manuel aus Spanien und Theresa aus Berlin) eingeladen hatte, die auch grad einen EFD in France machen. Zusammen haben wir ihnen die Stadt, die Umgebung und den Puy de Dome gezeigt. Und am Samstag ausgelassen den Geburtstag von Anu nachgefeiert! Hui!
…seit letzter Woche ein kleines eigenes Projekt am laufen: Und zwar werden wir die nächsten 2 Monate immer mittwochs mit den Kindern eine kleine Zeitung gestalten, die zum Ende des Schuljahres beim Tag der offenen Tuer vorgestellt und verteilt wird. Ausserdem wird auch noch ne Radio- oder Fernsehredaktion besucht um evt. in den Sommerferien ein Projekt auf dem Gebiet zu starten. (Der jpvb erobert die Auvergne
) Des Weiteren bereiten wir mit denen, die zur Hausaufgabenhilfe kommen, jetzt auch ne Auffuehrung zum Jahresende vor. Ich werde dann das alles in Fotos dokumentieren.
…- und jetzt nicht “IIIHHHH” und “BÄÄÄH” rufen - jetzt 2 Mal Schnecken gegessen. Und die sind gar nicht so schlimm. Und vor allem nicht schleimig. Die Schnecke an sich hat eher ne Konsistenz wie Tintenfisch und wirklich schmecken tut man nur die Sosse. Meistens mit Kräutern und/oder Knoblauch.
… ansonsten ein angenehmes Leben hier. Ich geh recht oft was mit Myrto, Anu, Pierre, Aurelie (gute Freundin von Myrto) und/oder Dany (Kollege von mir) was trinken. Oder ins Kino. Oder mit den Mädels shoppen. Oder gestern waren wir bei 30 Grad am Ufer der Allier in Cournon spazieren und haben ein Picknick gemacht. Nichts spektakuläres, aber angenehm.
… euch aber trotzdem bei mir. In Gedanken, im Herzen und auf dem ein oder anderen Foto.
So meine Lieben,
danke fuer die lieben Ostergruesse und keine Angst: ich lebe noch. Vielleicht zur Erklärung: Letzte Woche haben mich meine Eltern hier besucht und am Sonntag sind wir dann gemeinsam nach Paris gefahren und haben da zusammen ein schönes, langes Wochenende verbracht. Das einzig Blöde an der Sache ist nur, dass ich mir ne böse Magenverstimmung geholt hab und gestern den ganzen Tag im Bett bzw. in Reichweite der Kloschuessel verbracht hab. Die fast 4 Stunden Zugfahrt nach Clermont verliefen gluecklicherweise recht gut.
Nun denn, heut geh ich nicht zur Arbeit, mal sehen ob’s morgen besser wird. Wenn nicht sag ich dem Onkel Doktor mal ‘Bonjour’. Aber wie gesagt, ansonsten geht’s gut. ![]()
7 Tage mit Freiwilligen aus 7 Nationen liegen gerade hinter mir. Zusammengefasst war es, trotz der vielen und tw. langatmigen Seminareinheiten, eine Partywoche.
Eigentlich sind wir jeden Abend weggegangen, haben mit den Spaniern und Italienern wirklich “Fiesta” gemacht, haben die Kneipen und nen Club von Toulouse unsicher gemacht, unwahrscheinlich viel gelacht, einfach mal ne Europapräsidentin auserkoren (Ewa aus Polen) und unserer Leber ordentlich was zum Arbeiten gegeben
Und als ich wieder in Clermont ankam, war es wie ein nach Hause kommen. Ich hatte das Gefuehl, dass ich meine Augen hätte schliessen können und ohne Probleme den Weg nach Hause gefunden hätte. Ja, das 14. Haus des Boulevard Gergovia ist inzwischen wirklich mein Zuhause geworden. Alles so vertraut, aber alles inzwischen auch gewöhnlich.
Vor ner Stunde bin ich gerade von nem ”langen Spaziergang” zurueckgekehrt. Eigentlich wollten Anu und ich nur zu nem Park, etwas ausserhalb gelegen, um von dort einen herrlichen Blick auf die Stadt zu geniessen. Denn sonntags ist ja hier nicht wirklich viel los. Gesagt, getan. Als wir nach nem Cafébesuch und nem gemeinsamen Mittagessen dann gegen 18 Uhr ankamen, schien die Abendsonne wunderschön auf die Stadt und die Kathedrale. Herrlich! Und auf der Wiese sassen Studenten, haben Gitarre gespielt, gesungen und wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätten wir uns sicher dazu gesetzt. So aber haben wir nur davon geträumt, in einer lauen Sommernacht wieder hierher zu kommen.
Auf dem Rueckweg bin ich dann noch mit zu ihr und Pierre. Oben angekommen haben wir uns bei nem Tee aufgewärmt und zufälligerweise lief grad “L’auberge espagnole” im Fernsehen. Also bin ich doch noch etwas länger geblieben. Und ehrlich gesagt hab ich den Film dieses Mal mit ganz anderen Augen gesehen. Am Anfang bist du ein Fremder -mit Sprachschwierigkeiten, Zweifeln und Heimweh. Nach einer Weile bist du jemand, der sich wohl fuehlt und eingelebt habt. Und am Ende hast du Angst, alles neu gewonnene zurueckzulassen, in die Heimat zurueckzugehen und in ein Loch zu fallen. Nicht das es mir jetzt schon so geht. Aber ich weiss, dass das kommen wird. Zu Hause wird sich nicht viel oder vielleicht rein gar nichts geändert haben. Aber man selber. Passt man anschliessend ohne weiteres wieder in seine Umgebung? Ich weiss es nicht. Sicherlich möchte ich euch alle wieder sehen und euch hiermit auch nicht vor den Kopf stossen. Aber …. es wird anders sein. Nicht besser oder schlechter. Nur nicht mehr so, wie es vor einem halben Jahr war. Das mag alles endlos melancholisch, pathetisch und/oder depressiv klingen. Aber so ist es halt.
Während der Reporter vorhin ueber die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der EU berichtet hat, hab ich nur auf das Brandenburger Tor im Hintergrund geachtet. Warum ist er als Franzose in meinem Heimatland und ich in seinem? Weil es eine Erfahrung ist - eine unglaublich tolle.
So ihr Lieben,
jetzt hab ich endlich mal die Möglichkeit gefunden, euch aus Toulouse zu schreiben. Zur kurzen Erklärung: Jeder, der nen europäischen Freiwilligendienst macht, muss bestimmte Seminare besuchen. Und so bin ich halt jetzt für eine Woche in Toulouse, nicht weit von der spanischen Grenze entfernt zusammen mit 15 anderen EFD’lern aus ganz Europa.
An sich verbringen wir hier ne recht coole Zeit, lernen bei einzelnen Präsentationen die Herkunftsländer und Projekte der anderen kennen, abends in der Kneipe dann bei nem Bier die Personen hinter den Geschichten. Was ja auch Sinn und Zweck der Sache ist, um somit ein “Netzwerk” aufzubauen und anschliessend die Leute in ganz Frankreich zu besuchen. Mein Zimmer teil ich mit ner Holländerin, die auch total gut drauf ist, allerdings so gut wie kein Französisch spricht. Ich find das recht gut, da ich somit mein Englisch mal wieder aufmöbeln kann, was ich hier sonst total vergessen würde. Und JAAA, auch mein Deutsch kann ich dank Iris und Sven mal wieder trainieren
Die Stadt ist recht schön, ja wäre da nicht…der Schnee(regen)!
Ja, ihr lest richtig. Seit Samstag bin ich hier und der erste Tag war mit seinen 20° Grad doch schon recht angenehm. Nun ja, seit drei Tagen haben wir dafür eine Dauerregen/Schnee-Mischung. Und ich meine Winterjacke natürlich nicht mit…egal.
Aber ich sag euch, mit soviel Italienern, Spaniern, Polen, Ungaren, einer Estin, ner Holländerin und uns drei Deutschen lässt sich trotzdem super Party machen!!!
Also denn, macht euch mal keine Sorgen um mich, ich meld mich wieder, wenn ich in Clermont bin. Seid geknuddelt und liebgehabt!
Seit 4 Wochen - auf den Tag genau - bin ich nun schon hier. Zeit, um evt. eine erste Zusammenfassung zu erstellen. Oder - wie der Franzose sagt - ein “résumé”.
Und damit bin ich auch schon mitten drin. Denn am meisten beeindruckt hat mich wohl, wie schnell ich mich an die Sprache gewöhnt hab. Sicherlich mach ich noch massig Fehler. Sei’s mit den Zeitformen, den Pronomen und einfach nur dem Vokabular, dass mehr oder weniger in meinem Kopf vorhanden ist. Doch verglichen mit meinen letzten 3 Jahren Frz-Unterricht, habe ich das Wichtigste hier gelernt. Das Essentielle einer Sprache - das SPRECHEN.
Und es bisher noch keine Sekunde bereut, diesen Schritt gegangen zu sein. Es ist nicht nur die Neugier auf ein anderes Land, sondern auch die Herausforderung der Selbstständigkeit. Sicherlich kann man das auch zu Hause haben, indem man einfach auszieht. Aber das ist es nicht, was ich meine. Hier muss man sich selbstständig um alles kuemmern. Angefangen beim Einkaufen, Wäsche waschen etc. ueber das Zurechtfinden in einem Land, dessen Sprache man nicht wirklich gut spricht. Leute kennen lernen, ein Sozialleben aufbauen, einer geregelten Arbeit nachgehen. Ach ja, und die frz. Buerokratie kennen lernen. Die der dt. sogar noch einen Schritt voraus ist! All das natuerlich nicht komplett allein, aber in Eigenverantwortung.
Sicher kann man das auch im eigenen Land haben. Aber so kann ich nicht mal schnell zu “Mama und Papa” rennen, wenn ich Probleme hab. Mal ganz davon abgesehen, wie spannend es auch einfach ist, ein Land, die Bewohner, die Kultur kennen zu lernen. Sicherlich ist es immer noch der gleiche Kulturkreis und ich fuehl mich nicht wie in einer anderen Welt. Da mag es Robbe in Mexico oder Moritz in Bangladesch sicherlich anders gehen. Trotzdem entdeckt man immer wieder Neues und verspuert ein wenig das Gefuehl eines “Pioniers”
Was Arbeit und Mitbewohner angeht bin ich total zufrieden. Allmählich werden die Aufgaben und Pflichten konkreter, Anu und Myrto vertrauter. Ich kenne bei weitem noch nicht viel in Clermont, nutze aber meine Zeit neben der Arbeit so gut es geht. Und die Auvergne will auch noch erkundet werden…und der Rest Frankreichs!
Nun denn. In 2 Wochen hab ich ein Seminar in Toulouse, das fuer alle ”neuen” EFD’ler vorgesehen ist. Und ich wurde schon vorgewarnt, was das Nachtleben von Toulouse angeht…HUI! Unweit der spanischen Grenze kommt da wohl die Lebensweise der Suedländer durch
Wie gesagt: Ich fuehl mich wohl. Und ich hoffe euch geht es auch allen gut. Nehmt es mir nicht uebel, wenn ich mich nicht mehr so oft melden kann. Ich hab einfach zu viel zu tun…. HEL, steffi
Es war mal wieder ein typischer Abend in unserer WG. Wir alle trudeln nach getaner Arbeit nach und nach in der Wohnung ein, kochen gemeinsam und verbringen mehr oder weniger die nächsten 1-3 Stunden mit quatschen und Tee trinken. Meistens sind auch Anu und Pierre dabei.
Wie gesagt es war einer dieser Abende und wir haben uns ueber Filme unterhalten. In Frankreich muss man dabei natuerlich auch “Amélie” erwähnen. Und was stellt sich heraus? Pierre kennt doch tatsächlich die Hauptdarstellerin Audrey Tautou. ” Ja, wir sind in der gleichen Stadt aufgewachsen und auf die gleiche Schule gegangen. Aber in Wirklichkeit ist sie gar nicht so huebsch, wie immer in den Filmen.” Sagt’s ganz lässig und zuendet sich ne Zigarette an. “WAS? Du kennst sie?” ” Jep, der Vater war mein Zahnarzt. Und sie hat bei meiner Mutter Tanzunterricht genommen.” Tja, und das alles in nem kleinen Ort in der schönen, unbekannten Auvergne.
Kennst du einen Franzosen, kennst du irgendwann alle. So was stellt sich dann bei nem gemeinsamen Abend in der WG-Kueche heraus…
Heute war ein Tag, den man sich echt hätte sparen können. Nachdem ich mehr oder weniger gut geschlafen hab, entscheide ich mich, um 12.00 Uhr endgueltig aufzustehen. Was bemerke ich? Fuehle mich nach 8 Stunden Schlaf immer noch erschöpft,habe böses Halsweh und absolut keinen Bock auf krank sein. Um das Szenario noch schön auszuschmuecken, zeigt sich Clermont mit Dauerregen heut auch nicht von seiner besten Seite. Mal davon abgesehen, dass hier sonntags eh nichts los ist. Sogar die meisten Cafés haben geschlossen.
Warum eigentlich aufstehen an so nem ‘tollen’ Tag? Dacht ich mir auch, bleibe also mehr oder weniger im Bett. Lese viel zu viel, bekomme davon Kopfschmerzen und kann aber natuerlich auch nicht schlafen. Die Uhrzeiger bewegen sich heute auffallend langsam und ich ueberlege krampfhaft, wie ich die Zeit totschlagen kann ohne mich zu ueberanstrengen.
Zum Glueck haben Anu und Myrto mir Tee und Essen gebracht, so dass ich mich wenigstens ein wenig umsorgt gefuehlt hab. Pierre war auch da und ich habs sogar geschafft mich fuer 2 Stunden zu den andern zu setzen und mich wenigstens mit Lachen ein wenig abzulenken. Das soll ja bekanntlich gesund sein. Aber trotzdem - auf den heutigen Tag hätt ich eigentlich verzichten können.
Morgen beginnt uebrigens meine 4. Woche, die ich dann hier in Frankreich bin. Ob ich’s bereue? Ob ich viel Heimweh habe? Ehrlich gesagt: nein. Ich fuehl mich wohl, lerne immer mehr Menschen hier kennen und ich beginne hier einen geregelten Alltag zu fuehren. Und ehrlich gesagt: auch wenn der heutige Tag sehr bescheiden gewesen ist. Ich glaube nicht, dass es mir zu Hause in dieser Situation sehr viel anders ergangen wäre.
Nun denn, ich hoffe ihr daheim -oder wo auch immer in der Welt verstreut seid- bleibt alle schön gesund! Ihr wisst ja: Schwester Stefanie kann sich die nächsten Montae leider nicht um euch kuemmern ![]()
So ihr Lieben, nun find ich endlich mal wieder Zeit um euch von den letzten Tagen zu berichten. Aber gleich zu Beginn: Mir geht’s gut, alles in bester Ordnung. Ihr braucht euch wirklich keineGedanken machen, wenn ich mal ein paar Tage nicht schreibe. Das heisst lediglich, dass ich genug zu tun hab. Was sich ja nicht ausschliesslich auf Arbeit bezieht
Nun denn, ein kleiner Rueckblick: Am Freitag war unsere Mädels-WG zusammen weg, am Samstag dann alle bei Pierre, zum gemeinsamen Essen eingeladen. Der Herr des Hauses hat sich wirklich ins Zeug gelegt. Anschliessend noch en wenig gequatscht, gespielt…einfache nen netten Abend verbracht. Und das Gefuehl gehabt, dass wir uns schon alle seit Ewigkeiten kennen. Am Tag darauf, war das Wetter dann so wunderbar, dass wir bei knapp 20 Grad uns zu einem spontanen Picknick im Park um die Ecke entschlossen haben…Herrlich! Und am Abend dann noch gemeinsam im Kino gewesen. Ich sag euch, 2 Stunden frz. Kino ist schon leicht anstrengend, aber man gewöhnt sich allmählich dran. Abschliessend kann ich sagen, dass ‘Molière’ ziemlich ‘Shakespeare in love’ ähnelt - aber das nur am Rande.
Seit Montag dann wieder ordentlich gearbeitet: gebastelt, Kinderfilme geschaut, Tuerme aus Bauklötzern gebaut, UNO gespielt - und Kinder ermahnt. Wat muss, dit muss!
Gestern Abend gabs dann noch ein Auffuehrung der anderen Betreuer, zu der die Kinder und Eltern kommen konnten. Erzählt wurde die Geschichte der amerikanischen Musik, angefangen bei den Indianern ueber Charleston bis zu HipHop. Wohlgemerkt: es haben nur die Betreuer getanzt!
Diese Mal wurde ich noch verschont und habe nur Fotos gemacht. Aber man hat mich schon vorgewarnt, dass die nächsten Ferien, mit dem nächsten ’spectacle’ bald da sind. Au weia!
Anschliessend sind wir noch alles zusammen was trinken gegangen und haben diesen tollen Abend gemeinsam ausklingen lassen.
Der einzige Wermutstropfen der vergangenen Tage war die Tatsache, dass Anu gerade nicht genug Geld fuer ein Wochenende in Paris hat und wir unsern Ausflug auf Ende März verschoben haben.
Ach ja, ausserdem hab ich meinen ‘Verehrer’ wieder getroffen - und er hat mir stolz berichtet, dass er neben mir noch 2 weitere Frauen am Wickel hat! Das nennt man dann wohl polygam…und das bei nem 6-Jährigen! Tstststtsss….
So far. Fotos folgen noch. Hab euch lieb und freu mich von euch zu hören!
Inzwischen hab ich nun schon die ersten 3 ‘richtigen’ Arbeitstage hinter mir. Richtig heisst in diesem Fall nicht nur die nächsten Tage planen und ein paar wichtigen Leuten die Hand schuetteln - so wie zu Beginn der Woche. Nein, seit Mittwoch hab ich mich ausgiebig mit den Kiddies beschäftigt. Da hier gerade 2 Wochen Schulferien sind, läuft die Betreuung im ‘centre d’animation municipal’ (CAM) natuerlich auf Hochtouren. Also nichts mit erst mal in die Aufgaben reinschnuppern und langsam einsteigen. Aber so weiss ich gleich was Sache ist. Ausserdem ist es in der Schulzeit dann viel entspannter fuer mich, da dann nur mittwochs ganztägige Betreuung auf dem Programm steht.
In dieser Woche hab ich also in jeder Altersgruppe mal mitgeholfen; angefangen bei den 4-6-Jährigen bis hin zu den Jugendlichen zwischen 11 und 16 Jahren. Mit denen haben wir bspw. einen Rap gemacht. Jeder hat ein paar Zeilen geschrieben und anschliessend haben wir das dann aufgenommen und mit nem Beat unterlegt. Alle waren sich ganz schnell einig, dass ich auch was auf deutsch schreiben und singen sollte, was ich dann wohl oder uebel auch getan hab. Und gestern haben wir mit den 10-Jährigen Gipsmasken gebastelt. Ein Mädchen hat auch mein Gesicht zugekleistert und anschliessend hatte ich sogar in den Haaren diese kleinen fiesen weissen Gipskruemelchen. Und man braucht bestimmt ne Viertelstunde um sein Gesicht wieder einigermassen sauber zu schrubben. Aber spätestens wenn die Kleinen einen wieder mit ihren Patsche-Händchen umarmen, fragen ob sie beim Mittagessen neben einem sitzen duerfen oder traurig sind, wenn man ihnen sagt, dass man erst nächste Woche wieder kommt….spätestens dann merkt man wieder wie schön es ist mit den Kindern zu arbeiten.
Und dann war ja noch der Valentinstag, im uebrigen mein erster Arbeitstag hier im CAM. Und gleich zu Beginn hab ich mit den 6- und 7-Jährigen gebastelt. Und nach ca. einer Stunde hat mir doch tatsächlich der kleine Luca gestanden, dass er sich in mich verliebt hat….ach, was fuer ein Valentinstag!
Nun denn, Berichterstattung vom Wochenende folgt in den nächsten Tagen. Denn jetzt sind wir erst mal bei Freunden zum Essen eingeladen.
Euch allen ein schönes Wochenende und ganz liebe Gruesse aus der Stadt im Herzen Frankreichs!
Vorhin ist mir zufaellig der Schluessel von unserer Wohnung in Potsdam in die Hände gefallen. Und es war komisch. Denn inzwischen fuehle ich mich auch hier allmählich angekommen und nicht mehr nur wie ein Tourist auf Zwischenstopp. Gestern meinte ich, dass mein Woerterbuch “zu Hause” liegt und meinte damit unser Appartement hier in Clermont. Aufgefallen ist mir das erst danach. Ich bin wirklich erst eine Woche hier, aber es kommt mir vor, als ob es schon ein Monat wäre.
Nicht, dass die Zeit so langsam vergeht, sondern weil man so viel neues sieht, viele Menschen kennen lernt, nebenbei noch eine neue Arbeit antritt und auch da mit vielen Aufgaben vertraut gemacht wird. Und das in nur 1 Woche! C’est vraiment incroyable!
Was hat sich seit dem letzten Eintrag so getan? Nun, ich habe meine Arbeitskollegen kennen gelernt, viel ueber meine Aufgaben erfahren, ein schoenes Wochenende und erneut 2 “Einarbeitungstage” verbracht. Und mit Anu den Plan geschmiedet, dass wir in 1,5 Wochen uebers Wochenende nach Paris fahren wollen
Alles in allem hab ich mich bisher gut eingelebt. Sicher ist die anfängliche Euphorie nicht geblieben und einem fallen auch weniger schoene Sachen auf, z.B. wenn der Typ, der ueber uns wohnt, um Mitternacht seine Techno-Musik volle Kanne aufdreht und man selbst am nächsten Tag um 7.00 Uhr aufstehen muss.
Während der Norden Europas im Schnee versinkt, hatten wir heute dafuer 13 Grad und Sonnenschein. Nur der Puy de Dome, der Berg vor den Toren Clermonts, hat seine Spitze in 1400 Metern Höhe nach wie vor in Wolken gehuellt. Aber auch die werden sich irgendwann verziehen und dann kann es bald Fruehling werden…
Anbei noch ein paar Fotos von Clermont!
Es gibt den Ausspruch, die Welt sei ein Dorf. Nun, er hat sich mal wieder bewahrheitet.
Zählt mal selber nach! Wie viele Leute kennt ihr, die gerade im Ausland, speziell in Frankreich sind? Dann ueberlegt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jene Personen urspruenglich aus der gleichen Stadt kommen, die gleiche Schule besucht haben und sich dann auch noch kennen? Ihr kommt auf 0,00001? Dann liegt ihr gar nicht so falsch. Auf jeden Fall gehören folgende Person und ich dazu.
Die (Ex-)Helmhöltzer unter euch werden sie sicher noch kennen: die Vicky. Schwarze Haare, Lächeln auf den Lippen, ambitionierte Chor- und Gospelchorsängerin. Und anscheinend sehr frankophil!
Wie der Zufall so will, absolviert sie grad 2 Semester ihres Studiums hier in Clermont. Was liegt also näher, als sich mal zu treffen, ausgiebig zu quatschen, Tipps auszutauschen und sich gemeinsam an die Heimat erinnern! Gesagt, getan. Die paar Stunden im Café inkl. live improvisierter Musik vergingen wie im Fluge, stets mit dem Gedanken im Hinterkopf, was es doch fuer Zufaelle gibt.
Liebe Vicky, danke fuer den schönen Nachmittag! Ich freu mich auf die nächsten Treffen, deine Berichte vom “Heimaturlaub” und die Gelegenheit, mal wieder deutsch zu sprechen. Bis dann!
Jetzt ist mal an der Zeit, meine lieben Mitbewohner vorzustellen. Denn was wäre dieser ganze Aufenthalt hier ohne die 2, die mich nun schon seit meiner Ankunft gewisserweise jeden Tag begleiten.
Da wär zum einen Anu. Sie kommt aus Tallin, Estland, ist auch 19 und auf den Tag genau einen Monat älter als ich (ist doch glatt noch mal die Frage, wann wer Geburtstag hat….
).
Zum anderen ist da noch Myrto. Die Annahme, dass es sich bei diesem Namen um einen Jungen handelt, hat sich nach meiner Ankunft schnell als falsch heraus gestellt. Trotzdem mag ich sie sehr ![]()
Ja, sie ist 23, kommt nicht direkt aus Athen, hat dort aber die letzten Jahre “media and communication” studiert (ich bin also in bester Gesellschaft
), war auch schon ueber das ERASMUS-Programm in Portugal und ist nun seit September - genau wie Anu - hier in Clermont.
Die beiden arbeiten auch mit Kindern zusammen. Spätestens am Abend treffen wir uns alle beim Essen in der Kueche, quatschen in einem Sprachenmix aus Französisch, Englisch sowie Einzelwörtern der Heimatsprachen und lachen ne Menge. Da wir in Sachen ‘Kochen’ alle nicht wirklich begabt sind, probieren wir uns in internationaler Improvisationskueche…und bisher hats immer geschmeckt und wir werden sicher nicht verhungern
Eigentlich teil ich mein Zimmer ja mit Anu, aber da sie eigentlich die ganze Zeit bei ihrem Freund Pierre wohnt, komm ich doch mehr oder weniger in den Genuss eines eigenen Zimmers. Das ist wahrlich nicht schlecht, noch dazu da ich hier ihren Laptop benutzen darf. Und der kleine Balkon unserer Wohnung geht auch von unserm Zimmer ab.
Soviel erst mal zu meinen Mitbewohnern. Ab Mai kommt noch ein Mädchen aus Deutschland dazu…aber das hat ja noch Zeit.
Gestern war ein Tag, der sicher seines gleichen sucht. Angefangen bei waren Tränenfluten am Flughafen ueber unerwartet viel Hilfsbereitschaft bis zum gemuetlichen WG-Leben und dem Gefuehl, dass es nie anders war.
Aber erst mal der Reihe nach: Wir schreiben Montag, den 5.02.07, 6:00 Uhr. Eine Gruppe Abschiednehmender macht sich auf den Weg zum Flughafen Schönefeld. Die Protagonisten sind ein Ehepaar, deren Tochter mit wahnsinnig viel Gepäck, sowie ihre Freundin mit einer Pudelmütze. Nach anfänglichen Check-in-Schwierigkeiten (”Entschuldigung, ich habe ein wenig Uebergewicht.”) stossen die Anwesenden sowie 2 Dazugekommene nochmal mit spreeQuell-Wasser an. Plötzlich ein Stimmungsumschwung: Eine Welle der Tränen, ja wahre Fluten bahnen sich bei fast allen Beteiligten den Weg. Da hilft es auch nicht, dass die einzige Nicht-Heulsuse den anderen Mut zusprechen will (Danke Ela!). Nach einem grossen Abschiedswinken und dem Betreten des Sicherheitsbereiches beginnt hier also das Abenteuer Ausland.
Und wo wir grad beim Thema sind: Zwar kein Abenteuer, aber ne Attraktion schienen wohl meine verheulten Augen zu sein. Zumindest blickte mich die Hälfte der Mitreisenden auf dem Weg zum Flieger teils mitleidig, teils neugierig an. Dort angekommen und kurz vor Abflug fällt der Blick auf ein springendes, winkendes Trio am Rande des Rollfeldes. Es wird zurueckgewunken und den Tränen wieder freier Lauf gelassen. Damit ist das Eis gebrochen, die Sitznachbarin kuemmert sich ruehrend um mich. In Paris stellen wir fest, dass ihre Familie und ich zum gleichen Bhf. muessen und so machen wir uns zu Fuenft auf den Weg durch Frankreichs Hauptstadt.
Alles klappt, die Zuege kommen, ich hab noch genug Zeit und Vokabelkenntnisse um ein Ticket fuer meinen Zug zu ergattern. Nur Paris zeigt sich nicht von seiner besten Seite; Nebelschwaden und Regen schweben ueber der Metropole. Aber ich will ja auch in die Auvergne
Nach einem schönen Schläfchen beginne ich ein Gespraech mit meiner Zugnachbarin und *tata* sie erzaehlt mir, dass sie mal vor zehn Jahren in der Mongolei mit meiner frz. Aufnahmeorganisation (Concordia) war. Sie kennt sogar meinen Tutor hier. Anschliessend lädt sie mich noch auf einen Kaffe ein, nach dem Motto “Bienvenue en France” und wir tauschen Nummern aus, weil sie mir die Region zeigen will.
In Clermont angekommen (natuerlich mit Verspätung, in der Hinsicht nehmen sich die Deutsche Bahn und die frz. SNCF nichts) werd ich von Pascal abgeholt und bekomme glatt noch eine kleine Stadtrundfahrt. Zwar endet die damit, dass er auf der Suche nach einem Parkplatz einen kleinen Blechschaden an seinem Auto verursacht, aber uns ist nix passiert.
Danach die anderen Mitarbeiter des regionalen Bueros von Concordia kennen gelernt und dann das erste Mal die neue Wohnung erkundet. 2 Schlafzimmer, eine Kueche, ein Bad, ein Klo (typisch frz., dass das nicht im Bad ist) und noch eine kleine Abstellkammer. Ach ja, das Zimmer von Anu und mir hat auch noch einen kleinen Balkon. Supermarkt ist um die Ecke, ein paar Häuser der Uni am Ende der Strasse, in der Altstadt ist man in 5 Minuten zu Fuss.
Zu meinen beiden Mitbewohnern schreib ich noch nen Extra-Beitrag, aber ich kann soviel verraten, dass sie total nett sind. Waren nach dem Abendessen noch in der Stadt unterwegs, haben uns in einer kleinen Bar niedergelassen und den Abend schön ausklingen lassen. Auf einmal war alles so vertraut, kein Gedanke mehr an die vielen Tränen, die schon geflossen sind.
Also meine Lieben, macht euch keine Sorgen um mich. Ich fuehl mich wirklich total wohl hier. Die Leute die ich bisher getroffen hab waren alle total hilfsbereit. Trotz oder gerade wegen meines -nun ja - gebrochenen Französisch. Ihr muesstet mal die ganzen verwinkelten Strassen und Gassen in der Altstadt sehen. Oder den Blick aus unserm Kuechenfenster auf den kleinen vertsteckten Garten im Hof des Hauses gegenueber. Und und und… Wie gesagt es ist schön hier. Mag sein, dass das nur die anfängliche Euphorie ist - aber egal.
Und fuer jeden, der bis zum Ende gelesen hat: Ich denk ganz doll an euch!
Meine Eltern und ich Prost! Die Tränen fliessen… Los geht’s!
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Jep, es ist wirklich schon reichlich spät, eigentlich sollte ich mich in einer Stunde von einem erholsamen Nachtschlaf auf den Weg ins Abenteuer Frankreich begeben. Aber nun gut, es gab halt noch ne Menge zu erledigen! Und wozu eigentlich schlafen?
Die letzten 4 Tage war ich in Göttingen bei nem Vorbereitungsseminar. Sooo viele tolle Leute, die auch genau das gleiche gerade durchleben, die gleichen Gefühlsachterbahnen fahren, sich im Endeffekt aber alle aufs Ausland riesig freuen. Von anfänglich kollektiver ‘Null-Bock’-Stimmung zum regelrechten Motivationspush hats dieses Seminat tatsächlich gebracht. Muss man auch erst mal schaffen.
Und nun geht’s endlich los. Ach Kinners, ick freu mir! Wirklich!
Danke! An euch alle, die ihr am Samstag den Weg zur Abschiedfeier von Ela und mir gefunden habt. Es war so eine tolle Stimmung, so schön euch noch mal alle zusammen ein letztes Mal vor dem Weggehen zu sehen.
Ich glaub, man kann den ganzen Abend sehr schwer in Worte fassen. Die Gefühle von Freude, Überraschung (Danke für die schönen Geschenke
), Lust am Tanzen ( Ich sag euch, die Band war toll! ‘Charle’s Scarf’ kommen noch mal ganz groß raus. Also vormerken!), aber auch der Abschied lagen so dicht beieinander. Da mussten ja zwangsläufig Tränen fließen..
Und allen, die nicht da sein konnten, wünsche ich trotzdem alles Gute für die nächsten Monate. Lasst einfach von euch hören.
Nun denn. Der Abschied rückt näher…

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